Das berühmte Gellért-Bad, eines der bekanntesten Thermalbäder Budapests, wird für mehrere Jahre geschlossen, um umfassend renoviert zu werden. Für viele Besucher und Einheimische ist dies eine Nachricht mit gemischten Gefühlen. Einerseits wird das Bad seit Jahrzehnten wegen seiner Jugendstilarchitektur, der kunstvollen Mosaike und der einzigartigen Atmosphäre geschätzt. Andererseits war deutlich erkennbar, dass die Anlage in die Jahre gekommen ist und eine Generalüberholung dringend nötig war.
Ein historisches Juwel in Budapest
Das Gellért-Bad wurde 1918 eröffnet und entwickelte sich schnell zu einem Symbol der Budapester Badekultur. Die prachtvollen Säle, die bunten Glasfenster und die einzigartigen Thermalbecken lockten Besucher aus aller Welt an. Über mehr als ein Jahrhundert galt das Gellért als eines der elegantesten Bäder der Stadt.
Die Schließung bedeutet daher einen spürbaren Verlust im Budapester Wellness-Angebot. Reisende, die die berühmte Wellenanlage oder die eindrucksvollen Kuppeln erleben wollten, müssen nun bis zum Abschluss der Renovierungsarbeiten warten.
Vergleich: Gellért oder Széchenyi?
Obwohl das Gellért-Bad stets für seine Eleganz geschätzt wurde, empfehlen die meisten Touristen und Stadtführer das Széchenyi-Bad. Der Grund liegt auf der Hand: Széchenyi bietet ein deutlich größeres Außengelände mit mehreren Freiluftbecken, darunter das berühmte Schachbecken, in dem Einheimische lange Partien im warmen Wasser austragen.
Laut dem Vergleich zwischen Gellért und Széchenyi schneidet Széchenyi für die meisten Besucher besser ab. Es ist leichter erreichbar, verfügt über mehr Becken und überzeugt durch seine lebhafte, gesellige Atmosphäre. Das Gellért hingegen zog besonders Gäste an, die eine ruhigere Umgebung und die Eleganz des frühen 20. Jahrhunderts schätzten.
Mit der langen Schließung des Gellért-Bads rückt Széchenyi noch stärker in den Mittelpunkt der Budapester Badekultur.
Alternativen zum Gellért-Bad
Budapest trägt nicht umsonst den Beinamen „Stadt der Bäder.“ Neben Széchenyi gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Ganz in der Nähe liegt das historische Rudas-Bad, das osmanische Architektur mit modernen Wellnesseinrichtungen verbindet. Auch das Király-Bad, das derzeit ebenfalls renoviert wird, ist ein geschichtsträchtiger Ort. Wer im Sommer reist, findet auf der Margareteninsel im Palatinus-Bad ein weitläufiges Außengelände mit großen Schwimmbecken.
Wer Entspannung mit Sightseeing verbinden möchte, findet im Budapest Guide eine Übersicht über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, darunter das Burgviertel, das Parlament und die Stephansbasilika.
Ein Kulturerbe in Wartestellung
Die Schließung des Gellért-Bads bedeutet nicht nur den Verlust eines Thermalbades, sondern auch die vorübergehende Pause eines kulturellen Erbes. Generationen von Besuchern verbinden mit diesem Ort unvergessliche Erinnerungen. Die Renovierung soll jedoch dazu beitragen, das Bad in seiner vollen Pracht wiedererstehen zu lassen, damit künftige Generationen sowohl die heilenden Quellen als auch die beeindruckende Architektur genießen können.
Ein Abschied voller Vorfreude
Noch ist unklar, wie lange die Arbeiten dauern werden, doch die Erwartungen sind hoch. Bei seiner Wiedereröffnung wird das Gellért-Bad zweifellos wieder zu den Juwelen der Stadt zählen. In der Zwischenzeit können Besucher Széchenyi und die anderen Bäder entdecken, die die reiche Thermalkultur Budapests lebendig halten.
Für alle, die ihren Aufenthalt mit Kultur verbinden möchten, lohnt sich ein Blick in den Kalender von Was ist los in Budapest. Dort finden sich aktuelle Veranstaltungen, Konzerte und Festivals, die perfekt zu einem entspannenden Badetag passen.
Die Schließung des Gellért-Bads ist daher ein Abschied mit Wehmut, aber auch mit Hoffnung. Budapest bleibt eine Stadt voller Thermal-Schätze – und wenn das Gellért eines Tages in neuem Glanz wiedereröffnet, wird es seine Besucher sicher aufs Neue verzaubern.





